INSIGHT

Corporate venturing as innovation source

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Bei steigendem Innovations- und Wettbewerbsdruck ist eine besondere Herausforderung innovative Wachstumsvorhaben effizient zu realisieren und gleichzeitig die eigene Know-how Basis zu stärken. Als Ergänzung zu rein internen Innovationsprojekten können Corporate Ventures einen wichtigen Beitrag als Innovationsquelle leisten: Corporate Venturing ist die Planung und Realisierung von innovativen Wachstumsvorhaben über Projekte und Beteiligungen, die bei definiertem Budget- und Zielrahmen von einem Team eigenständig geführt und ausgestaltet werden. Dabei können Mitarbeiter und externe Partner teamseitig kombiniert werden.

Gleichzeitig stellt sich in der Praxis für die Entscheider auf Top-Management Ebene die Frage, wie die Erreichung des benötigten Innovationsbeitrags von Corporate Ventures sichergestellt wird. EARLY BRANDS hat auf Basis von Corporate Venture Projekten mit internationalen Konsumgüterunternehmen und Technologiekonzernen die zentralen Erfolgsanforderungen identifiziert: Dabei zeigt sich: Insbesondere vier Erfolgsanforderungen sollten in der Praxis von Entscheidern bei der Planung und Realisierung von Corporate Ventures berücksichtigt werden:

1. Ausrichtung auf strategische Technologie- und Geschäftsfelder des Gesamtunternehmens

Eine erste zentrale Erfolgsanforderung ist die Ausrichtung auf die strategischen Technologie- und Geschäftsfelder des Gesamtunternehmens. Die Ziele und Konzeption des Corporate Ventures sollten auf diese strategischen Prioritäten abgestimmt sein. So wird sichergestellt, dass genau die Corporate Ventures geplant und realisiert werden, welche aktuelle und zukünftige Innovationslücken im Technologie- und Geschäftsfeldportfolio effektiv schließen. Dies erfordert eine Verankerung der Corporate Venture Planung in der strategischen Unternehmensplanung. Auch die Bildung von qualitativen und quantitativen Key Performance Indikatoren und das Reporting sollten mit der strategischen Unternehmensplanung synchronisiert werden.

2. Transparenter Planungs- / Validierungsprozess und Portfoliogedanke

Eine weitere Erfolgsanforderung ist ein transparenter Planungs- und Validierungsprozess für die Corporate Ventures. Dieser sollte von der Definition der relevanten Technologie- und Geschäftsfelder bis hin zum Exit eine klare und abgestimmte Informations-, Entscheidungs- und Handlungsstruktur zur Verfügung stellen. So wird eine zielgerichtete Umsetzung und Steuerung des Corporate Ventures erreicht. Je nach Umfang, Ressourcenausstattung und strategischer Priorität sollten auch die Anforderungen an einen Business Plan je Corporate Venture ausgerichtet sein. Gleichzeitig sollten die Corporate Ventures als Portfolio mit abgestimmten Entscheidungsstufen gesteuert werden: Dies ermöglicht die Konzentration auf die relevantesten Corporate Ventures mit dem höchsten Innovationsbeitrag für das Gesamtunternehmen.

3. Gezielte Verknüpfung interner und externer Ressourcen

Die dritte zentrale Erfolgsanforderung ist die Realisierung eines Venture Team Set-Ups, das interne mit externen Team- bzw. Expertenressourcen effektiv kombiniert. Auf diese Weise wird internes Know-How mit extern im Markt verfügbarem Wissen gezielt miteinander verknüpft. Gerade im Kontext von Innovationen ist dies von besonderer Bedeutung, damit möglichst vielfältige Lösungen auf Basis einer breiten Know-how Basis erzielt werden. Zudem erleichtert die Einbeziehung interner Mitarbeiter in das Team Kommunikation mit dem Gesamtunternehmen. Gerade bei Corporate Ventures in welche bestehende Technologien und Ressourcen im Rahmen der Realisierung einbezogen werden (z.B. bestehende Produktionsanlagen, Forschungsreinrichtungen, Vertriebswege, Marken), ist dies von zentraler Erfolgsbedeutung. Die gezielte Einbindung komplementärer Ressourcen des Gesamtunternehmens beschleunigt die Realisierung und sichert eine hohe Verwertbarkeit der Ergebnisse in der Praxis.

4. Systematische Wissensvernetzung

Die vierte zentrale Erfolgsanforderung ist die Realisierung einer systematischen Wissensvernetzung innerhalb des Corporate Ventures und mit Partnern (z.B. Teamkommunikation, Entscheidungsfindung, Arbeitsweisen und Ergebnisse, Networking mit Experten) sowie mit dem Gesamtunternehmen (z.B. Ergebnis-Reporting, Know-How Transfer, Case History/Success Cases und Learnings). Hierzu bedarf es der Umsetzung einer abgestimmten Intellectual Property Rights (IP) Strategie, die mit den Anforderungen des Gesamtunternehmens synchronisiert ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Ergebnisse und geistigen Eigentumsrechte aus dem Corporate Venture optimal im Sinne des Gesamtunternehmens nutzbar gemacht werden. Damit verbunden ist die Umsetzung des Wissenstransfers über IT-basierte Plattform- und Netzwerklösungen.

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