INSIGHT

Retail Trends 2013

EARLY BRANDS INSIGHT is available in German language and upon request in English. Please let us know, if you would like to obtain an English version of EARLY BRANDS INSIGHT.

Für Entscheider im Handel stellt sich aktuell die Frage: Welche Kunden- und Technologietrends werden 2013 an Dynamik gewinnen? Wie können diese Entwicklungen gezielt genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern?

EARLY BRANDS hat die aktuellen Markt- und Technologietrends im Einzelhandel auf Basis von Marktrecherchen und eigenen Trendstudien analysiert. Dabei zeigt sich, dass 2013 fünf zentrale Trends stark an Bedeutung für den Erfolg im Einzelhandel gewinnen:

1. Verzahnung von CRM Daten mit mobile und online Aktivitäten

Die weiter steigende Marktpenetration und Nutzungsintensität von Internet und mobilen Endgeräten (Smartphones / Tablet PCs) seitens der Kunden und die Verfügbarkeit von zielgruppenspezifischen CRM Daten im Handel stärkt die Bedeutung des Kommunikationskanals Mobile für den Erfolg der Marktbearbeitung. Hieraus resultiert ein starker Trend zur Verzahnung von CRM Daten mit online und mobile Aktivitäten, damit die Vermarktungsleistung und Kundenbindung gesteigert wird. Die Berücksichtigung dieses Trends bietet den Entscheidern im Handel vielfältige Möglichkeiten, um die Ergebniswirksamkeit und Kosteneffizienz von Impuls-/Aktionsvermarktung, Kundenbindungsprogrammen und Standortmarketing zu steigern.

2. Digitale Assistenzleistungen zur Stärkung des Einkaufserlebnis

Aufbauend auf den erweiterten Funktionsumfängen sowie der Kundenrelevanz von mobilen Endgeräten wird ein weiterer zentraler Trend 2013 die Zunahme digitaler Assistenzleistungen im Handel sein. Beispiele hierfür sind Serviceapplikationen zur Planung des Einkaufs nach Kundeninteressen, interaktive Beratung und personalisierte Einkaufstipps, Instore Navigation, digitale Steuerung von Abhol- und Lieferoptionen sowie neue, mobile Zahlungsoptionen. Durch die Verfügbarkeit von digitalen Assistenzleistungen, die sich vom Kunden im Alltag bequem nutzen lassen, den Einkauf erleichtern (Convenience) und einen qualitativen Mehrwert bieten (Einkaufserlebnis), ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb und Stärkung der Kundenbindung.

3. Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfung

Aufgrund dem steigenden Verbraucherinteresse am Thema Nachhaltigkeit und aktuellen Ereignisse im Kontext Lebensmittelqualität und Verbrauchertäuschung werden die Transparenzanforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette 2013 massiv zunehmen. Neben Preistransparenz werden 2013 vor allem zeitnahe und umfassende Verfügbarkeit von Informationen über Produktqualität, Herkunft, Herstellungsprozesse, Arbeitsbedingungen und Datenschutz an Relevanz für die Kaufentscheidung und Loyalität der Kunden gewinnen. Diese steigenden Transparenzanforderungen stellen Entscheider im Handel 2013 beispielsweise vor die Herausforderung Kommunikationskanäle und -inhalte auf diese Verbraucheranforderungen neu auszurichten. Social Media wird in diesem Kontext weiter an Bedeutung für den Kundendialog gewinnen.

4. Beschleunigte Profilierung des klassischen Handels zum Discount Wettbewerb

In der Vergangenheit konnten sich Discount-Anbieter (z.B. Lidl, Aldi) auf Basis ihrer aggressiven Preisposition erfolgreich gegenüber dem klassischen Lebensmittelhandel (LEH) profilieren. Auch das Thema Frische wird bereits von einer Vielzahl der Discounter erfolgreich besetzt. Auf der anderen Seite verfügt die Mehrheit der Unternehmen des klassischen Handels heute über ausdifferenzierte Eigenmarkenportfolios, welche in Bezug auf Preis und Qualität sehr wettbewerbsfähig sind. In Kombination mit den steigenden Anforderungen der Kunden an Transparenz, Multikanal-Kommunikation und Services rund um den Einkauf wird die Profilierung des klassischen Handels gegenüber dem Discount-Wettbewerb 2013 beschleunigt. Dies zeigt sich auch in den weiterhin stagnierenden und teils rückläufigen Marktanteilen von der Discounter im LEH (EARLY BRANDS FMCG Warengruppenanalysen und Trendprognose 2013 auf Basis GfK Daten).

5.Neue Direct-to-Consumer Vertriebsmodelle der Hersteller

Aufgrund der Entwicklung hin zur Multikanal-Kommunikation realisieren auch immer mehr Herstellerunternehmen eigenständige Vermarktungskanäle in Ergänzung zum stationären Handel. Aktuelle Praxisbeispiele hierfür sind Markenshops in Onlinekanälen (z.B. Vermarktung von Kaffeeprodukten auf Ebay), eigene Webshops (z.B. Beiersdorf Nivea) sowie die Einbindung von Shopping-Optionen in vormals rein kommunikativ ausgerichtete CRM Programme (z.B. Procter & Gamble). Neben den genannten Online Vertriebsmodellen, welche aufgrund ihrer hohen Skalierbarkeit im Vordergrund dieses Trends stehen, entstehen zudem neue Offline Vertriebsmodelle. Beispiele hierfür sind Flagship Stores der Marken Maggi, Nivea, Milka und Lindt.

Die Retail Trends 2013 zeigen, dass vor allem das veränderte Medienutzungsverhalten der Kunden Haupttreiber der aktuellen Trends im Handelssektor ist. Die identifizierten Trends bieten Entscheidern im Handel eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Produktportfolio, Kommunikation und Services.

EARLY BRANDS INSIGHT Ausgabe zum Download (pdf)