DESIGN SPRINT ALS INNOVATIONSMETHODE

Design Sprint für mehr Innovationserfolg

Innovationen frühzeitig die Stimme des Kunden geben

In unserem EARLY BRANDS Insights Interview gibt unsere Kollegin Elena Einblicke, wie Design Sprints für Innovationserfolg im digitalen Zeitalter einen wertvollen Beitrag leisten. Als Innovation und Technology Consultant realisiert sie mit ihren Kollegen und Klienten regelmäßig innovative Services und Geschäftsmodelle mit genau dieser kreativen Innovationsmethode.

EARLY BRANDS Insights: Elena, was genau versteht man unter einem Design Sprint?

Elena: Für mich persönlich ist es eine kreative Art, Lösungen markt- und geschäftsrelevant zu gestalten. Dies können neue Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens, aber auch Weiterentwicklungen bestehender Services sein. Es geht um kreatives gemeinsames Entwickeln, wie Nutzererfahrung von morgen schon heute aussehen kann. Hierbei zählt Schnelligkeit, Kreativität und Agilität anstatt Perfektion. Das frühzeitige Feedback zukünftiger User der Innovation – also der Zielgruppe – wird dabei laufend eingebunden.

Kreative Ideenentwicklung im TeamEARLY BRANDS Design Sprints –  Innovationen heute schnell, kreativ entwickeln, mit Blickwinkel und Stimme des Nutzers.

EARLY BRANDS Insights: Warum setzen unsere Klienten auf Design Sprints zur Entwicklung ihrer Innovationen?

Elena: Mit Design Sprints lassen sich Innovationen sehr schnell interaktiv entwickeln und sofort marktrelevant testen. Kurze Zeit bedeutet, dass binnen 4 – 5 Tagen visuell erlebbare Produkte oder Dienstleistungen vorliegen. Durch diesen sehr kreativen und zugleich insight-orientierten Ansatz erreichen wir eine 100%ige Nutzerorientierung. Auch für die Wirtschaftlichkeit von Innovationen ist dies sehr positiv. Denn Innovationen werden ab sofort nur noch realisiert, wenn sie marktrelevant sind und zugleich wirtschaftlich attraktiv.

Zudem schaffen Design Sprints Vertrauen und Zuversicht in Innovationen. Mitarbeiter unserer Klienten werden mit ihren Ideen und Erfahrungen eingebunden. So eröffnen sich unterschiedliche Blickwinkel und gleichzeitig werden Vorstellungen unserer Klienten vom Themenexperten wie in Einkauf, Vertrieb oder IT bis zum Vorstand aktiv eingebunden.

EARLY BRANDS Insights: Was ist ein typischer Startpunkt für einen Design Sprint, und wie wird vorgegangen?

Elena: Startpunkt ist das gemeinsame Verstehen der Problemstellung aus Markt- und Unternehmenssicht. Das Herausarbeiten einer Aufgabenstellung mit konkreten Anwendungsfällen, also Use Cases, die mit der Innovation marktrelevant gelöst werden kann. Wir betrachten dabei gezielt Produkte und Services, die Lösungen für vergleichbare Fragestellungen bieten, vom Wettbewerb und auch aus benachbarten Branchen und Märkten. Dies unterstützt die Diskussion und macht sie lebendig.

EARLY BRANDS Insights: Wie geht es dann weiter, wie arbeitest Du kreativ mit Deinem Team und den Klienten?

Elena: Ein wichtiger Folgeschritt ist die Erstellung eines Routenplans. Das bedeutet, dass wesentliche Aktivitäten des Nutzers in der Interaktion mit dem neuen Produkt bzw. Service in ihrer Abfolge als Wege skizziert werden. Wir machen das auf Post-It‘s, agil und pragmatisch. Das unterstützt uns als Innovationberatung sehr schnell im Dialog mit Klienten und Usern diejenigen Wege zu finden, welche auf kürzestem Weg das Nutzerbedürfnis erfüllen. Sobald das Ziel und der thematische Fokus des Sprints als Routenplan feststeht geht’s auch schon ans Skizzieren kreativer Lösungsideen. Also darum, wie ein neuer Service oder ein neues Produkt zukünftig aussehen wird, bzw. es sich nutzen lässt. Hier moderieren wir die kreative Anfertigung von visuellen Lösungsskizzen, die Eigenschaften der Innovation erlebbar machen.

Entwicklung von Papier PrototypenDie Lösungsskizzen dienen ausschließlich dazu, eigene Ideen aufs Papier zu bringen und sie mit anderen Design Sprint Teilnehmern zu teilen – auch wenn es manchmal nur einfache, bunte Kästchen sind.

Dabei sind wir in interdisziplinären Teams, mit Einbindung von Klient und Usern aktiv – idealerweise fünf bis sieben Personen mit vielfältigen Blickwinkeln. Die im Design Sprint gestalteten Skizzen werden gemeinsam diskutiert und in eine user-relevante Reihenfolge gebracht.

EARLY BRANDS Insights: Wie werden die entwickelten Lösungen erlebbar – und Innovationserfolg frühzeitig messbar?

Elena: Das kann beispielsweise ein Klick-Dummy mit einfachsten Funktionen sein. So lassen sich in kurzer Zeit wesentliche Funktionen und der Nutzwert einer Innovation erleben – und testen.

Eine weitere Kernaktivität in unseren EARLY BRANDS Design Sprints ist das zeitnahe Nutzer-Feedback. Also erste Live Tests des entwickelten Klick Dummy‘s / Prototypen mit der Zielgruppe der Innovation. Auch für die am Design Sprint teilnehmenden Mitarbeiter ist dieses Live Feedback sehr wertvoll. Wenn User Interviews, z.B. Live per Kamera in einen Meetingraum übertragen werden – dann lassen sich diese Eindrücke und Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Innovation bereits vor Ort mit unseren Klienten besprechen. Auch ergeben sich vielfach wertvolle Zusatzideen.

EARLY BRANDS Insights: Für welche Projekte und Innovationsvorhaben sind Design Sprints besonders sinnvoll?

Elena: Aus unserer Erfahrung können ganz unterschiedliche Innovationsarten von  innovativen Services, Geschäftsmodellen bis hin zu Produkten und Verfahren kreativ mit Design Sprints entwickelt werden. Kerngedanke ist, in kurzer Zeit kreativ und mit Einbindung der User marktrelevante Innovationen zu entwickeln – und mit realen Usern zu testen und optimieren. Das ist für den Geschäftserfolg sehr wertvoll.

EARLY BRANDS Insights: Wo realisierst Du Design Sprints, was für eine Atmosphäre unterstützt ein gutes Ergebnis?

Elena: Wir schaffen eine offene, kreative Atmosphäre. Design Sprints können wir an jedem Ort der Welt realisieren. An unserem Office-Standort Bremen verfügen wir als Innovationsberatung bereits über Räumlichkeiten, die wir regelmäßig für die Kreativarbeit im Design Sprint nutzen. Auch haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht direkt im Markt, nah am Nutzer mit dem Klienten vor Ort zu sein. Im Sinne eines „Pop-Up“ lassen sich sehr coole Locations an nahezu jedem Ort finden und kreativ nutzen.

Agiler Team Workshop mit Post It`s

Eine Location mit Raum für kreatives Arbeiten und eine lockere, entspannte Arbeitsatmosphäre sind für Design Sprints sehr wertvoll. 

EARLY BRANDS Insights: Wie erreichst Du, dass der Design Sprint passgenau für die Innovations-Fragestellung des Unternehmens ist?

Elena: Es geht darum Design Sprints individuell, je nach Innovations-Fragestellung und Unternehmen aufzusetzen und zu realisieren. Startpunkt war für uns vor längerer Zeit das Best Practice Vorgehen von Google Ventures. Empfehlen kann ich in diesem Zusammenhang das Buch Sprint – Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst von KNAPP, ZERATSKY und KOWITZ empfehlen. Es bietet eine gute Übersicht über verschiedene Methoden, die ein Design Sprint in sich vereint und gibt viele Tipps Moderation und Umsetzung. Einen guten Überblick über diese Methode bietet auch der Artikel von t3n: „Von Google lernen: So funktionieren Design-Sprints. Bereits nach kurzer Zeit hat sich gezeigt, dass je nach Art des Projekts ein individuelles Design Sprint Set-Up mit Kreativmethoden und Best Practices zielführend ist.

Als Moderatoren sind wir von EARLY BRANDS zudem auf unterschiedliche Verläufe eines Sprints vorbereitet, haben das Ziel stets im Blick und lassen gleichzeitig kreativen Diskussionen Raum.

Zum Schluss eine ganz persönliche Empfehlung: Leidenschaft und Kreativität anstatt Perfektionismus!

 

Catch the Future …!