INNOVATION HUB

MIT INNOVATION HUBS AM PULS DER ZEIT

Wie das Aufspüren von Innovationschancen und Partnern gelingt

Innovation Hubs sind in aller Munde. Große Unternehmen brauchen Wendigkeit. Müssen am Puls der Zeit sein. Es geht um neue Spielfelder, um Kooperation und out-of-the-Box Denken. Mit unserem EARLY BRANDS Insight zu Innovation Hubs gibt uns Alexander Witte, Managing Partner, Einblicke: Was können Innovation Hubs zum Innovationserfolg von Unternehmen beitragen? Was sind Kernelemente für einen erfolgreichen Innovation Hub? Damit die Innovationsaktivität und das Networking dauerhaft gelingt?

 

EB Insight: Was verstehst Du unter „Innovation Hub“?

Alexander: Ein Hub ist nicht mehr und weniger als ein Knotenpunkt. Und ein Innovation Hub ist ein Knotenpunkt, an dem vielfältige Ideen, Akteure und Technologien zusammenfließen – und im Idealfall kreativ vernetzt werden. Der bekannteste Innovation Hub ist geographisch: das Silicon Valley. Hier arbeiten und wohnen Startups, etablierte Unternehmen und die Wissenschaft gemeinsam auf engstem Raum. Hubs in Unternehmen sind Plattformen, mit denen neue Technologien und Innovationschancen identifiziert, evaluiert und für das Unternehmen nutzbar gemacht werden.

 

EB Insight: Was gibt es für Arten von Innovation Hubs?

Alexander: Wir sehen Innovation Hubs von Unternehmen, staatlichen Institutionen, Verbänden und der Wissenschaft. Sogar die Europäische Union engagiert sich und vernetzt mittels Innovation Hub. Bei Corporate Innovation Hubs reicht das Spektrum von einzelnen Hub Events im Unternehmen zur kreativen Vernetzung, bis zu langfristig-strategisch angelegten Corporate Innovation Hub Initiativen mit weltweiten Standorten. Beispiele aus Deutschland sind die Deutsche Bank, der Lufthansa Innovation Hub und auch der von mehreren Key Playern der Versicherungsbranche initiierte InsureTechHub. Alles eine Frage der Ambition, Priorität und Investitionsbereitschaft. Sogar in Afrika gibt es mehr als 100 Innovation Hubs.

 

EB Insight: Warum beschäftigen sich immer mehr Unternehmen und Verbände damit eigene Innovation Hubs zu realisieren oder sich in bestehende Hubs einzubringen?

Alexander: Wir leben im Innovations- und Ideenzeitalter. In einem super-schnellen Hyperwettbewerb. Neue, attraktive Spielfelder lassen sich nicht allein und mit den Old School Strategien und Werkzeugen zentralisierter Konzerne wie Langfristpläne, Wargaming, Portfoliostrategien, Stage-Gate-Prozess, Trendanalysen & Co. gestalten. Ohne kontinuierlichen Inflow an neuen Innovations- und Technologieimpulsen von außen, aus benachbarten Branchen und Märkten, ohne offenes, kreatives Netzwerken haben diese Unternehmen keine Zukunft. Wer will schon zum nächsten Kodak oder Nokia werden?

In der Dynamik unseres digitalen Zeitalters zählen Schnelligkeit und Wendigkeit. Gemeinsam mit Partnern lassen sich Innovationen und neue Technologien viel einfacher und schneller gestalten.

 

EB Insight: Warum ist es so wichtig das Aufspüren von Innovations- und Technologieentwicklungen, Startups und Tech Partnern in den Fokus zu stellen?

Alexander: Ein Innovation Hub braucht Spielmasse. Für Kreation und Innovation. Also laufend frische Impulse, um am Puls der Zeit zu sein. Was gibt es für Innovationen und Technologie-Entwicklungen in benachbarten Märkten? Welche Startups und Tech Companies sind potenzielle Kreativ- und Technologiepartner? Es braucht laufend out-of-the-Box Fuel und zugleich Inflow an Impulsen, die zu den Themen des Unternehmens passen. Google oder Startup-Datenbanken reichen hier nicht mehr aus. Gerade Konzerne denken immer noch: Startups und Tech Partner kommen von selbst auf sie zu. Oder es reiche, dass Mitarbeiter Startup-Konferenzen und Netzwerkveranstaltungen besuchen. Das ist ein prima Startpunkt. Aber es braucht sehr viel mehr, damit erfolgreiche Innovationskooperationen und Innovationen aus einer Hub Initiative heraus entstehen.

 

EB Insight: Was kann getan werden, um einen Innovation Hub laufend mit frischen Innovations- und Technologieimpulsen zu bespielen? 

Alexander: Es braucht ein leistungsstarkes Scouting, das individuelle, sich laufend verändernde Themen bespielt. Und zugleich markt- und branchenübergreifend relevante Innovations- und Technologieimpulse liefert. Datenbanken oder Network-Events sind statisch. Die Informationskomplexität und Innovationsgeschwindigkeit ist hoch. Ein Innovation Hub sollte ermöglichen, den Wald vor Bäumen zu sehen. Und im Wald neue Pflanzen und spannende Tierarten zu erkennen. Dazu braucht es kreativen Austausch. Um spannendste Entwicklungen herauszufiltern. Es geht darum, Mitarbeiter und Innovationspartner mit ihren Themenvorstellungen auch ins Scouting einzubinden. Sich bereits hier auszutauschen und von Anfang an zu netzwerken.

Scouting Innovation und Technologie, Früherkennung neuer Entwicklungen

Innovation and Technology Scouting liefert wertvolle Impulse und einen branchenübergreifenden Blickwinkel – für Inflow von außen und erfolgreiche Ideen im Innovation Hub.

 

EB Insight: Was sind Deine Erfahrungen, wie gelingt es für und mit Corporate Innovation Hubs die spannendsten Innovations- und Technologieimpulse und Partner aufzuspüren? 

Alexander: Es braucht ein kreatives Zusammenspiel aus Menschen im Unternehmen, Innovationspartnern und Technologien. Unsere EARLY BRANDS Innovations- und Technologieexperten bringen hierbei modernste Echtzeit-Scouting Technologien zum Einsatz. Täglich screenen wir hunderte Millionen Datenquellen in Echtzeit, weltweit für die Innovation Hubs unserer Klienten. Passgenau. Punktgenau. Das Scouting wird laufend im Dialog mit den Klienten Teams angepasst. So lassen sich individuelle Fokusthemen mit marktübergreifenden Top-Themen wie Blockchain, KI, VR, AR perfekt verzahnen. So wird der Innovation Hub laufend mit wertvollen Impulsen und out-of-the- Box Fuel bespielt.

 

EB Insight: Wie kann ein Corporate Innovation Hub die relevanten Innovations- und Technologiepartner für sich gewinnen und gezielt einbinden?    

Alexander: Ein Innovation Hub ist ein eigenes Ecosystem. Es entwickelt sich ganz natürlich. Schritt für Schritt über die Innovations- und Netzwerkaktivitäten. Im Sinne eines Filters zu denken und dennoch der Kreativität und Vernetzung freie Bahn zu lassen ist dabei sehr hilfreich. Also beispielsweise vom breit angelegten Partner-Screening mit virtuellen Speed Dating Events per Skype, über Co-Creation Workshops an einem beliebigen Ort bis zu Kooperationen in denen vom Design Sprint bis zur Pilotumsetzung gemeinsam Erfolge geschaffen werden. Dabei: die Brille des Kunden aufsetzen. Also gemeinsam aus Markt- und Kundensicht denken. User aus dem Markt und selektiv auch Vorstand und Geschäftsführung einbinden. Egal ob der Innovation Hub eine Programmidee oder eine breit angelegt Initiative ist – so entsteht Engagement, Motivation und Identifikation.

 

EB Insight: Was ist Deine Erfahrung, wie Erfolg und Nutzen mit einem Hub entsteht?

Alexander: EARLY BRANDS unterstützt Innovation Hubs bei der Umsetzung des Innovations- und Technologiescouting, im Aufbau des Ecosystems – für den Hub oder einzelne Projekte. Hieraus haben wir folgende Erkenntnis gewonnen: Erfolg entsteht dann am leichtesten, wenn interdisziplinär zusammengearbeitet wird. Wenn Startups und Tech Partnern auf Augenhöhe begegnet wird. Also nicht David und Goliath, sondern Bonny und Clyde. Und Spray & Pray. Viele kleine Bälle in die Luft bringen. Diese agil mit Einbindung von Usern und Kunden entwickeln anstatt sich nur auf Big Shots auszurichten. Innovationserfolg ist nicht vorhersehbar, aber Innovation Hubs können dazu einen super Beitrag leisten. Nicht als die eine, aber als eine wichtige Säule neben internen Innovationsaktivitäten, Accelatoren, Inkubatoren, Venture Capital und vielem mehr.

 

Catch the Future…!